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Flugerlaubnis und Genehmigung

Flugerlaubnis und Genehmigung in 2017

– was brauche ich, um mit meiner Drohne starten zu dürfen?
Wenn auch Sie den Einstieg in die Welt der Drohnen wagen wollen und sich nun fragen, welche Papier Sie dazu brauchen, können wir Ihnen in diesem Artikel weiterhelfen. Das Fliegen von UAVs ist selbstverständlich mit Auflagen verbunden, die es zu erfüllen gilt – Sie benötigen zum rechtskonformen Drohnenfliegen unter Umständen eine Aufstiegsgenehmigung oder eine Flugerlaubnis, so beispielsweise, wenn Sie in Wohngebieten fliegen möchten.

In diesem Jahr sind noch einige weitere Vorschriften in Kraft getreten, die erfahrene Drohnenpiloten genauso lernen und beachten müssen, wie Neueinsteiger es müssen. Im Folgenden haben wir die wichtigsten Regelungen für Sie zusammengefasst und geben Ihnen einen Überblick darüber, welche Flugerlaubnis oder Genehmigung Sie für Ihre Drohne benötigen.

 

Brauche ich einen Drohnenführerschein?

Wir können Sie erleichtern: Nein, aktuell brauchen Sie (zumindest pauschal) keinen Führerschein, um Spaß mit Ihrer Drohne haben zu können oder auch tolle Luftaufnahmen zu machen. Unter Umständen muss aber eine zusätzliche Flug- oder sogar Aufstiegserlaubnis bzw. eine Sondergenehmigung eingeholt werden, etwa dann, wenn Sie das UAV außerhalb Ihrer direkten Sichtweite steuern möchten.

Mit Drohnen, die nicht mehr als 5 Kilogramm wiegen, können Sie – in dieser Hinsicht – ohne Bedenken abheben, wenn Sie dies nicht zu gewerblichen Zwecken tun, sondern Ihre Nutzung der Kategorie „Sport und Freizeit“ zuordnen können. Wenn Sie mit Ihrer Drohne Fotos oder Videos aufnehmen wollen, ist das okay – wenn Sie diese Aufnahmen aber in irgendeiner Art und Weise zu Geld machen wollen, brauchen Sie allerdings eine Erlaubnis.

Drohnen über 5 Kilogramm müssen grundsätzlich angemeldet und deren Betrieb nach § 21 a Abs. 1 Nr. 5 LuftVO genehmigt werden. Wer nicht weiter als 1,5km vom nächsten Flugplatz entfernt starten möchte, bedarf ebenfalls einer Erlaubnis – ebenso benötigen Sie diese, wenn Sie nachts mit Ihrer Drohne fliegen möchten.

Wenn Sie sich entschieden haben, wie Sie Ihre Drohne nutzen wollen, können Sie zum nächsten Teil unseres Guides übergehen. Wer eine Genehmigung benötigt, erhält diese bei der zuständigen Landesluftfahrtbehörde – und sollte im Voraus ungefähr 100-150€ pro Jahr für die Registrierung und die Flugerlaubnis einplanen.

 

Was ändert sich 2017 alles für Drohnenpiloten?

Ab dem 1.10.2017 treten neue Regelungen in Kraft – nämlich die Pflicht des Kenntnisnachweises und die Kennzeichnungspflicht. Was man unter den beiden Begriffen versteht und wie Sie ab Oktober rechtskonform mit Ihrer Drohne starten können, erklären wir Ihnen nun.

Die Kennzeichnungspflicht

Die meisten Drohnen wiegen mehr als 250 Gramm – logisch, denn Technik ist schwer, genau wie beständiges Material. Nach Paragraph 19 Abs. 3 LuftVZO müssen ab dem ersten Oktober 2017 alle UAVs, die mehr als 0,25kg wiegen, gekennzeichnet werden. An einer sichtbaren Stelle muss der Steuerer die Drohne mit seinem Namen und seiner Anschrift versehen, um noch in Zukunft im legalen Rahmen zu bleiben. Die Beschriftung muss dabei sowohl wasser-, als auch feuerfest sein: Die Rede ist im Gesetzesentwurf von einer „dauerhaften“ Kennzeichnung. Plaketten, die die vorgegebenen Eigenschaften erfüllen, sind im Fachhandel wie auch online erhältlich.

Der Kenntnisnachweis

Ab Anfang Oktober müssen Drohnenpiloten ebenfalls nachweisen können, dass Sie überhaupt dazu fähig sind, eine Drohne ordnungsgemäß zu steuern – zumindest bei einer Startmasse von mehr als zwei Kilogramm. Sie müssen belegen können, dass Sie nicht nur die Anwendung und Steuerung Ihrer Drohne, sondern auch die örtliche Luftraumordnung beherrschen und darüber hinaus über Kenntnisse der einschlägigen, luftrechtlichen Grundlagen verfügen.

Wer die „Führerscheinprüfung“ kaum abwarten kann, muss nur einige wenige Kriterien erfüllen, um teilnehmen zu können: Sie müssen mindestens das 16. Lebensjahr erreicht haben – was Sie, wenn Sie diesen Artikel lesen, wahrscheinlich schon haben – und diese an einer anerkannten Stelle des Luftfahrtbundesamts ablegen. Nach bestandener Prüfung sind Sie dann der stolze Besitzer der Flugerlaubnis – diese gilt aktuell für fünf Jahre und muss dann aufgefrischt werden.

Alternativ können Sie sich dafür entscheiden, Ihren Kenntnisnachweis bei Ihrem örtlichen Luftsportverband abzulegen – jeder Verband hat hier eigene Vorgaben, informieren Sie sich also bestenfalls persönlich einmal, wenn Sie diesen Weg gehen möchten (oft ab 14 Jahren).

 

Was muss ich trotz Genehmigung beim Drohnenfliegen beachten?

Auch, wenn Sie bereits über die nötige Flugerlaubnis bzw. Genehmigung verfügen, müssen Sie sich natürlich an einige Regeln halten – müsste man das nicht, würde der deutsche Luftraum wohl schon bald im Chaos versinken. In erster Linie ist es wichtig, dass Sie niemals über sogenannten „sensiblen Bereichen“, also über Menschenansammlungen, über Einsatzorten von Rettungsdienst und Feuerwehr oder in der Nähe von Krankenhäusern fliegen.

Aufgrund der gefürchteten Industriespionage – und teils selbstverständlich aus Sicherheitsgründen – ist das Fliegen über industriellen Anlagen ebenfalls verboten, genau wie der Flug über öffentliche Einrichtungen wie Justizvollzugsanstalten oder über behördliche Niederlassungen. Naturschutzgebiete dürfen genau wie alle anderen sensitiven Gebiete nicht überflogen werden; auf 100 Meter seitlichen Abstand haben Sie als Drohnenpilot ebenfalls zu achten.

Große Wasserwege oder Bundesstraßen dürfen genauso wenig überflogen werden – Flugplätze und Flughäfen bilden auch keine Ausnahme, wobei Sie den Grund hierfür sicher nachvollziehen können. Wer ohne Sondergenehmigung explosive Materialien oder Flüssigkeiten transportiert, verstößt ebenfalls gegen die Vorschriften – gegen das Gesetz. Häufig wird angenommen, dass das Fliegen über Wohngrundstücken grundsätzlich untersagt ist – dem ist allerdings nicht so; sie müssen lediglich die Persönlichkeitsrechte Ihrer Nachbarn waren.

Noch gibt es keine nennenswerten Referenzfälle aus der Justiz, an denen man festmachen könnte, was genau gestattet und was untersagt ist – fragen Sie sich im besten Fall, wie Sie im Fall Ihres Nachbarn reagieren würden, wenn dieser Sie beim nackten Sonnenbaden durch seine Videobrille sieht.

 

Welche Sonderregelungen gelten ansonsten noch?

Wer sich aufgrund technischer Eckdaten – oder seiner Intuition – nicht sicher ist, ob es noch Sondervorschriften zu beachten gilt, stellt sich eine wichtige Frage: Denn tatsächlich gibt es diverse Regelungen, die Sie teilweise – auch, wenn Sie eine Flugerlaubnis besitzen – beim Gebrauch Ihrer Drohne einschränken. Im Folgenden eine kurze Auflistung der wichtigsten Vorschriften:

  • Wenn Ihre Drohne mehr als 5 Kilogramm wiegt, benötigen Sie eine gesonderte Aufstiegserlaubnis – diese können Sie bei Ihrer Landesluftfahrtbehörde beantragen.
  • Wenn die Startmasse – also das gesamte Abfluggewicht – mehr als 25 Kilogramm beträgt, wird eine Ausnahmeerlaubnis fällig, die im Regelfall nur Behörden ausgestellt wird.
  • Wenn Sie mit Ihrer Drohne die Flughöhe von 100 Metern über Grund übersteigen möchten, benötigen Sie ebenfalls eine zusätzliche Genehmigung.
  • Wenn Sie Ihre Drohne außer Sichtweite – etwa mit einer Videobrille – steuern möchten, kommen Sie nicht um eine Ausnahmegenehmigung herum.
  • Wenn Ihre Drohne nicht mehr als 250 Gramm wiegt und Sie die Flughöhe von 30 Metern nicht überschreiben, dürfen Sie auch mit FPV-Brille fliegen. Flüge mit FPV-Drohnen über 250 Gramm sind nur dann gestattet, wenn eine zweite Person das UAV im Blick behält.
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